Fasten – Detox für Körper, Geist und Seele

Wieso fasten? – Es gibt zahlreiche Gründe dafür und wirkt sich positiv auf den Körper, unseren Geist und die Seele aus. Die Fastenkur bringt uns dazu, etwas innezuhalten, weg von der Hektik des Alltags, so dass sich manchmal Denkblockaden lösen oder wir ganz neue Ideen und Sichtweisen bekommen.

Fasten ist unwahrscheinlich entlastend für unseren Körper. In dieser Zeit kann er die Energie, die er normalerweise für die Verdauung und Verwertung für Nahrung benötigt, für andere Vorgänge einsetzen, z.B. für eine gründliche Reinigung und Entgiftung. Die positiven Effekte sind mittlerweile auch wissenschaftlich sehr gut belegt. Von der naturheilkundlichen Medizin wird es als intensiv reinigendes Verfahren und zur Anregung der Selbstheilungskräfte angewandt. Aber nicht nur zu vorbeugenden Zwecken ist ein zeitlich begrenzter Verzicht auf Nahrung empfehlenswert. Inzwischen wird Fasten selbst bei Herzproblemen, Diabetes, Rheuma, Arthrose, Alzheimer, Krebs und vielen psychischen Erkrankungen empfohlen.

Einen ersten Anstoß zu intensiven wissenschaftlichen Forschungsarbeiten rund um das Thema Heilfasten gaben die beiden Fasten-Ärzte Dr. Mayr in Österreich und Dr. Buchinger in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Auch russische und amerikanische Wissenschaftler erforschen inzwischen seit über 50 Jahren äußerst gründlich die Wirkungsweise des Heilfastens. Zum Thema Krebs und Immunsystem haben auch Prof. Dr. Longo und Prof. Dr. Michalsen (Charité Berlin) sehr interessante Entdeckungen gemacht. Eine sehr empfehlenswerte Reportage hierzu ist „Fasten und Heilen“ (2011, Arte).

Immunboost und Reset-Programm für den Körper

Fasten ist wie eine Grundreinigung des Körpers. Überflüssige Fettpölsterchen werden abgebaut und Gifte werden ausgeschwemmt. Der Körper kann sich in dieser Zeit auch von „Altlasten“ befreien. Da der Körper versucht Energie zu sparen, werden in der Fastenzeit Zellen, die gerade nicht benötigt werden oder sogar beschädigt sind, „recyclet“. Dies geschieht auch mit den Immunzellen, wodurch unser Immunsystem gestärkt wird. Außerdem eignet sich Fasten auch sehr gut für eine anschließende Ernährungsumstellung. Wir entwickeln mehr Achtsamkeit gegenüber unserem Essen, das Geschmacksempfinden wird verbessert und wir bekommen auch ein besseres Gefühl dafür, was der Körper wirklich braucht und was ihm gut tut. Zusätzlich können wir durch Fasten auch einigen Lebensmittelsüchten entkommen, z.B. dem Verlangen nach Zucker, Weißmehl oder Alkohol. Viele haben nach dem Fasten auch ein gestärktes Selbstvertrauen, nach dem Motto „wenn du das schaffst, kannst du alles schaffen“.

Fasten als Anti-Aging Mittel

Beim Fasten erhöhen sich die verjüngenden Hormone wie DHEA oder STH und die Stress-Hormone Adrenalin und Cortisol werden reduziert. Außerdem wird die Tumor- und Infektabwehr verstärkt, DNA-Reparatur-Mechanismen verbessert und das Darm-assoziierte Immunsystem gestärkt. Wenn wir also regelmäßig Fasten (ein- bis zweimal jährlich), können viele Alterungsprozesse verlangsamt werden.

Fasten macht glücklich und bringt uns mehr Energie

Nach den ersten, teilweise beschwerlichen Tagen stellt sich meist ein großer Energie-Schwung ein. Grund ist unter anderem die erhöhte Tryptophanverfügbarkeit im Gehirn und die gesteigerte Serotoninsynthese und –freisetzung. Viele Fastende haben sowohl körperlich als auch geistig mehr Leistungsfähigkeit und sehr gute Laune. Die Sinne werden geschärft, der Geist wird frei und es tritt meist ein Gefühl von Unbeschwertheit ein. Diese Fasteneuphorie kann auch bewirken, dass man Lust bekommt aufzuräumen oder etwas in seinem Leben in Ordnung zu bringen. Wenn der Körper entgiftet, tut das der Geist dann eben auch gerne.

Bauen sich durch den Eiweißmangel Muskeln ab?

Nein! – Unser Körper ist schlau und stellt bei Nahrungsmangel um auf Fettverbrennung, so dass der Körper Ketonkörper als Energiequelle nutzen kann. Dadurch lösen sich wiederum viele im Fett gelagerte Giftstoffe, die wir nun mit reichlich Wasser und Tee aus unserem Körper ausschwemmen können. Es wird nur ein geringer Teil Protein abgebaut, aber da auch nur die Zellen, die nicht mehr gebraucht werden.

Eignet sich Fasten zum Abnehmen?

Während des Fastens verlieren wir zwar meist etwas Gewicht, doch der Körper möchte eigentlich wieder zu seinem Ursprungsgewicht zurück. Sehr dünnen Menschen müssen sich also keine Gedanken machen, dass sie so noch mehr Gewicht verlieren. Je nach Fastendauer und –häufigkeit eignet sich Fasten sowohl zum zu- als auch zum Abnehmen. Ausschlaggebend ist dabei aber auch die anschließende Ernährungsweise.

Der ideale Zeitpunkt zum Fasten

Fasten kann man zwar zu jeder Jahreszeit, doch besonders gut bietet sich dafür das Frühjahr oder der Herbst an. Im Frühling können wir den Körper mit einer Art Frühjahrsputz von den Pfunden des Winters entlasten und im Herbst kann der Körper für den Winter gestärkt werden. Denn durch Fasten stärken wir unsere Abwehrkräfte – unser Immunsystem wird sogar auf Stammzellebene erneuert.

Fastenklinik oder gemütlich Zuhause?

Nur gesunde Menschen, die sich vorher intensiv mit dem Thema beschäftigt haben, sollten zuhause Fasten. Schwangere, Kinder und Jugendliche sollten nicht fasten. Bei Zweifeln oder Erkrankungen bitte mit dem Arzt abklären, ob Fasten geeignet ist und in welchem Rahmen. Es gibt einiges zu beachten von Entlastungstagen, Darmentleerung, den Fastentagen, zum Fastenbrechen und den Aufbautagen. Daher verwende ich als Vorbereitungs- und Begleitlektüre gerne das Buch „Sinnlich Fasten“ von Dr. Rüdiger Dahlke, das sehr viele gute Informationen von Teesorten bis zu psychischen Schwerpunkten beinhaltet. Außerdem sollte schon vor dem Fasten überlegt werden in welchem Zeitrahmen man fasten möchte. Im besten Fall nimmt man sich sogar Urlaub für die Zeit, um Stressquellen zu vermeiden.

Falls ihr Fragen zu diesem Thema habt, dann schreibt mir gerne. Ich freue mich, wenn ich euch weiterhelfen kann!

 

Hier findest du noch ein Zeitungsartikel von dem Magazin „Gesundheit“ vom Südkurier mit einem Interview mit mir über das Thema Fasten und Abnehmtipps:

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