Essen und die Seele – Wieso die meisten Diäten nicht funktionieren

Wer sich gesünder ernähren oder abnehmen will, muss auch die Seele mitnehmen. Denn wenn es nicht schmeckt oder uns etwas fehlt, trickst uns die Psyche sonst irgendwann aus. Es kann sich kein dauerhafter Erfolg einstellen oder schlimmer, die verlorenen Kilos wandern wieder zurück auf die Hüfte oder werden sogar mehr.

Mittlerweile gelten mehr als die Hälfte aller Deutschen als übergewichtig oder fettleibig. Doch liegt es meist nicht nur am fehlenden Wissen, was gesund und was ungesund ist. Den meisten fällt die Umsetzung schwer. So nimmt man sich oft vor mehr Sport zu treiben und gesünder zu essen, doch meist kommt der innere Schweinehund dazwischen. Diäten mit Disziplin und Hunger sind anstrengend und funktionieren für die meisten nicht. Eventuell fühlt man sich danach gefrustet, da das gesetzte Ziel nicht erreicht wurde, man sieht sich als willensschwach oder schämt sich. Doch wie kann man richtig abnehmen?

Die Macht der Psyche: Wir verbinden Essen mit Stimmungen und Emotionen, Traditionen und Gewohnheiten. Meist entscheidet unsere emotionale Lage darüber, was und wie viel wir essen. Geht es uns besser, ernähren wir uns meist gesünder, bewegen uns mehr und genießen bewusster. Es macht uns Spaß uns etwas Gutes zu tun. Geht es uns schlecht, ist das Gegenteil der Fall und es kann zu einem autoaggressivem Verhalten kommen. Diese Faktoren sollten bei einer langfristigen Ernährungsumstellung beachtet werden. Der neue Ernährungs- und Lebensstil muss Spaß machen und ins Leben, den Freundeskreis und die Familie integriert werden.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist Stress: Unser Körper verliert ungern etwas von seinen Fettreserven und besonders ungern in Stresssituationen. Denn dann macht sich der Körper dazu bereit beispielsweise vor einem gefährlichen Tier wegzurennen und speichert soviel Energie wie möglich und fährt manche Stoffwechsel runter, damit er nicht so viel Energie verbraucht. Das gleiche gilt auch bei vielen Diäten. Denn wenn wir hungern oder uns einseitig ernähren, denkt unser Körper es droht Gefahr. Wir müssen also dem Körper vermitteln, dass keine Hungersnot droht und er das überflüssige Gewicht loslassen darf. Auch hier hilft es, wenn wir die Psyche mitnehmen, denn auch psychischer Ballast beschwert und verursacht Stress.

Hier ein paar Punkte, die dir dabei helfen deine Ziele zu erreichen:

1.    Stressquellen meiden

Überlege dir, was deine Stressquellen sind, was dich emotional belastet und welche Personen in deinem Umfeld dir nicht gut tun und versuche diese zu meiden.

2.    Selbstachtung und Selbstliebe stärken


Je glücklicher wir sind und je mehr Achtung wir vor uns haben, desto sorgsamer gehen wir mit unserem Körper um. Wir wählen unsere Lebensmittel sorgsamer aus und sind mehr darauf bedacht „unseren Tempel zu pflegen“. Außerdem brauchen wir dann weniger Schokolade und sonstige Süßigkeiten, die sonst unser Mittel der Wahl sind, um uns über etwas hinwegzutrösten.

3.   Emotionen richtig wahrnehmen und regulieren

Überlege dir warum du isst und ob du mit dem Essen etwas kompensierst oder damit Emotionen unterdrückst. Brauchst du die Nervennahrung, das Feierabendbier oder die Liebeskummerschokolade oder gibt es da vielleicht noch andere Dinge oder Aktivitäten, die dir in diesen Situationen noch besser helfen würden?

4.  Gewohnheiten ändern

Wir denken täglich zu etwa 90% immer wieder die gleichen Gedanken und nur 10% sind neue Ideen. Manche Gewohnheiten haben ihren Sinn und geben uns ein Gefühl von Sicherheit. Es gibt aber auch Gewohnheiten, die uns nicht gut tun. Versuche deine schlechten Gewohnheiten herauszufinden und überlege dir, warum du sie aufrechterhälst. Wenn dir kein guter Grund einfällt, kannst du die Gewohnheit auch Schritt für Schritt ablegen.

5.  Strategien entwickeln

Beobachte dein Verhalten. Solltest du bestimmte Muster bei dir erkennen kannst du versuchen Strategien für diese Situationen zu entwickeln. Überlege was du machen kannst, wenn du das nächste Mal Stress, Frust oder Langeweile hast. Was tut dir dann wirklich gut?

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